Neue Erkenntnisse über die Schauspielerin Juana Sujo

Juana Sujo spielt in „Das Kalte Herz“ die Mutter von Peter Munk (Franz Schnyder). Die bekannte argentinische Schauspielerin hat hier ihre erste Leinwandrolle. Gemäss der als verlässlich geltenden Filmdatenbank imdb.com sowie dem Eintrag auf wikipedia.com kam Sujo im Jahr 1918 in Buenos Aires zur Welt. Glaubt man dem Gelesenen, dann wäre die Darstellerin von Peter Munks Mutter im Film erst 14 Jahre alt! Eine lustige Vorstellung. Erst die beiden Publikationen Marquez, Carlos: „Juana Sujo: impulsora del teatro contemporáneo venezolano“, Fondo Editorial FUNDARTE, Alcaldia de Caracas 1996, und Dembo, Miriam: „Juana Sujo: (1913-1961)“, Editora El Nacional: Fundación Bancaribe (2009), brachten Klarheit: Entweder ein Fehler vom Texterkennungsprogramm oder ein Vertipper machte aus der Drei eine Acht, und schnell verbreitete sich die Falschinformation im Internet.

Pssst! Juana Sujo als Munk's Mutter in "Das Kalte Herz"

Pssst! Juana Sujo als Munks Mutter in „Das Kalte Herz“

Sujo (*14. Juli 1913 – † 12. Juli 1961) kam als Kind mit ihren Geschwistern nach Berlin und war an der Schauspielschule von Ilka Grüning im selben Jahrgang wie Franz Schnyder (*05. März 1910 – † 08. Februar 1993) und Stefan Schnabel (*12. Februar 1912 – †11. März 1999). Ebenfalls in dieser Klasse war die berühmte deutsche Schauspielerin Lilli Palmer, zu der Sujo und Schnabel noch eine lange Freundschaft pflegten. Am 23. April 1932 traten die SchauspielstudentInnen im Schubert-Saal an der Bülowstrasse 104 in Berlin zur Studio-Prüfungsaufführung an. Aufgeführt wurden Szenen aus unterschiedlichen Werken. Schnyder spielte Figuren aus Gerhard Hauptmanns „Rose Bernd“, „Cyprienne“ von Sardou und Najac, von der Presse wurde er aber besonders für seine Performance als Peer Gynt gelobt. Stefan Schnabel, Juana Sujo und Lilli Palmer standen an diesem Abend mit ihm auf der Bühne, ebenfalls in verschiedenen Rollen. Mit dem Wissen über diese geschichtlichen Fakten konnten wir auf imdb.com und Wikipedia die Angaben über Juana Sujo korrigieren lassen.

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First cinema screening in the United States

A private screening of Karl Ulrich Schnabel’s 1933 film „The Cold Heart“ (Das kalte Herz) was presented at the Pacific Film Archive in Berkeley CA. The film was received with much enthusiasm by all participants. A public screening is planned for the winter 2018/19.

Many thanks for the support by the Pacific Film Archive, specially Susan Oxtoby, Senior Film Curator, and Dave Taylor, Digital Content Producer. Without their support the event would not have been possible.

An den Neuenbürger Filmtagen

Schön war es einmal mehr, im Schwarzwald. Im einmaligen Ambiente auf dem Schloss wurde am Samstag, 17. März Das Kalte Herz gezeigt. Vielen Dank an die Organisatoren der Neuenbürger Filmtage, die mit viel Herzblut und Engangement den sympathischen Anlass auf dem Schloss seit 17 Jahren durchführen. Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft! 🙂

Raff Fluri gemeinsam mit dem Publikum am 17. März im Schloss Neuenbürg. Passend zu der schönen Location und dem Film schneite es vor den Fenstern im dunkeln Schwarzwald. Und ja, weiter rechts ausserhalb des Bildes hat es ebenfalls Publikum. ;) Foto: Anita Molnar (Pforzheimer Zeitung)

Raff Fluri gemeinsam mit dem Publikum am 17. März im Schloss Neuenbürg. Passend zu der schönen Location und dem Film schneite es vor den Fenstern im dunkeln Schwarzwald. Und ja, weiter rechts ausserhalb des Bildes hat es ebenfalls Publikum. 😉 Foto: Anita Molnar (Pforzheimer Zeitung)

Nachdem am Freitag in der Pforzheimer Zeitung schon mal eine kleine Vorschau erschienen ist, gibts nun auch einen interessanten Artikel über den Abend selbst. Eine schöne Erinnerung – viel Spass bei der Lektüre!

25. Todestag von Franz Schnyder

Am 8. Februar jährte sich der Todestag von Franz Schnyder zum 25. Mal. Schnyder war einer der erfolgreichsten Regisseure in der Geschichte des Schweizer Films. In seinen frühen Jahren besuchte er die Schauspielschule von Ilka Grüning in Berlin, wo er 1932 über Stefan Schnabel zur Hauptrolle in DAS KALTE HERZ kam.

Weitere Texte über Franz Schnyder und Das Kalte Herz erscheinen 2018 im Filmblatt (herausgegeben von Cinegraph Babelsberg) sowie im Burgdorfer Jahrbuch 2019.

Das Kalte Herz am Zürcher Filmtalk

Am Donnerstag, 11. Januar fand im Kino Xenix der Zürcher Filmtalk zum Thema „Vergessene Schweizer Filme“ statt.

Obwohl Das Kalte Herz ja eigentlich ein Deutsches Projekt war und erst durch die Fertigstellung auch zu einem Schweizer Film wurde, durfte Projektleiter Raff Fluri gemeinsam mit der leitenden Restaurateurin Brigitte Paulowitz (Kinemathek Lichtspiel, Bern) an der Diskussion vor einem hochkarätigen Publikum teilnehmen. Humorvoll durch den Abend moderiert hat die Filmwissenschaftlerin Marcy Goldberg.

„Making of“-Dreh in München

Am 21. September reisten die Crowdfunderin Hanne Junghans und Projektleiter Raff Fluri nach München, um mit Markus Altenberger Aufnahmen für das Making of zu drehen. Der Jahreszeit entsprechend kamen sie auch dem Rummel des Oktoberfestes nicht ganz aus dem Weg…;)

Cinema London Finalist

„Das Kalte Herz“ hat es bei der Selektion für das erste Cinema London Film Festival ins Finale geschafft. Dies ist zwar eine tolle Auszeichnung, aber leider wird der Film dann nur gezeigt, wenn ein anderer Film (zB. aus technischen oder organisatorischen Gründen) ausfallen würde. Schade – aber hoffen wir das Beste!

Finalist

Denn: Ein Teil des Films wurde auch in London gedreht. Die Hauptfigur Peter Munk verirrt sich auf seiner Odysse auch in diese Stadt. Die Aufnahmen hierzu hat Karl Ulrich Schnabel während seinem London-Aufenthalt 1931/32 gemacht.

Das Kalte Herz: London

London: Screenshot aus dem Film „Das Kalte Herz“ von Karl Ulrich Schnabel.